La traviata im Opernhaus Zürich

Im imposanten Opernsaal haben 1100 Zuschauer Platz.

Es ist für mich immer wieder faszinierend, eine Aufführung im Opernhaus Zürich anzuschauen. Der Saal ist imposant und die 1100 Opernbesucher dem Ambiente entsprechend sehr schick gekleidet. Die Oper «La traviata» von Giuseppe Verdi (1813-1901), nach dem Roman «Die Kameliendame» von Alexandre Dumas und dem Libretto von Francesco Maria Piave, handelt von einer herzzerreissenden Geschichte.

Handlung
Es geht um Liebe und Tod. Ursprünglich sollte die Oper auch Liebe und Tod heissen. Denn die Geschichte der Protagonistin Violetta spielt sich genau zwischen diesen beiden Polen ab. Die schöne Edelkurtisane Violetta ist an Tuberkulose erkrankt und lebt dennoch in Sauss und Brauss in Paris. Liebe hält sie für Utopie. Echte Gefühle gesteht sie sich nicht zu, bis sie Alfredo kennenlernt und sich in ihn verliebt. Mit ihm möchte sie einen Neuanfang wagen, fernab vom vergnügungssüchtigen Leben in Paris. Doch Alfredos Vater Giorgio sieht die Ehre seiner Familie bedroht und drängt Violetta dazu, der Liebe zu entsagen. Als Violetta Alfredo verlässt, ist dieser gekränkt und denkt sie liebe einen anderen. Eifersucht geht in Ärger über. Als Alfredo sie an einer Feier auflauert, wirft er das von einem Kartenspiel gewonnen Geld auf Violetta nieder, sozusagen als Entlohnung für ihre Liebesdienste und möchte sie vor den geladenen Gästen blossstellen. Die kranke Violetta sinkt ohnmächtig zu Boden. Giorgio offenbart seinem Sohn, dass er Violetta dazu gedrängt habe, ihn zu verlassen. Alfredo bereut sein verhalten und versöhnt sich mit Violetta. Eine gemeinsame Zukunft bleibt beiden dennoch versagt. Die todkranke Violetta stirbt schliesslich in Alfredos Armen.

Das Fotografieren während der Aufführung ist nicht gestattet.

Inszenierung und Besetzung
Der deutsche Regisseur David Hermann inszeniert «La traviata» im Zürcher Opernhaus in einer kaltdüsteren Bühnenlandschaft aus schwarzledernen Sitzmöbeln und transportiert das Stück durch die Inszenierung der modernen Konkurrenz- und Leistungsgesellschaft  in die Gegenwart.
Sopranistin Ailyn Perez zieht das Publikum unter der musikalischen Leitung von Fabio Luisi mit der Rolle der Violetta in den Bann. Tenor Benjamin Bernheim besticht als Alfredo und Quinn Kelsey fasziniert das Publium als Giorgio Germont, Alfredos Vater. Ich habe einen wunderschönen Abend mit meiner Freundin Silke im ausverkauften Opernhaus Zürich verbracht – eine für mich unvergessliche musikalische Darbietung auf höchstem Niveau.

Autor: athenaatw

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