Auf dem Laufband an die Leistungsgrenze

 

Leistungstest auf dem Laufband mich Sicherung.

Ich laufe gern. Gründe dafür gibt es viele. Ich brauche die Bewegung, da ich beruflich sehr viel am Schreibtisch sitze. Laufen macht meinen Kopf frei. Bisher bin ich einfach so drauf los gelaufen. Da ich mir als Hobbysportlerin erste Ziele setze und unbedingt einmal Wettkampfluft schnuppern möchte, wollte ich wissen, wo ich stehe und wie ich effektiv trainieren kann.

Ablauf der Leistungsdiagnostik
Eine professionelle Leistungsdiagnostik habe ich auf dem Laufband am Schweizerischen Olympiastützpunkt der Schulthess Klinik in Zürich gemacht. Tim Bartenstein, Leistungsdiagnostiker Bewegungs- und Sportwissenschaftler, hat mich dabei betreut. Nach der Beantwortung des Gesundheitsfragebogens und einem ausführlichen Einführungsgespräch ging es auch schon los. Ich bin äusserst motiviert und zum Aufwärmen mit einer niedrigen Belastung von 6 km/Std. gestartet. Die Intensität hat Tim alle drei Minuten stufenweise um 1 km/Std. erhöht bis zu meiner individuellen Maximalleistung – Belastungsgrenze trifft es wohl besser.

Blutentnahme nach jeder Belastungsstufe.

Am Ende jeder Belastungsstufe folgte eine 30 sekündige Pause. Während Tim in dieser kurzen Zeit die Laktatkonzentration durch die Entnahme eines kleinen Tropfens Blut am Ohrläppchen gemessen hat, habe ich durchgeatmet, getrunken und mir den Schweiss von der Stirn gewischt. Tim notierte auch meine jeweiligen Herzfrequenzwerte, die mit einem Brustgurt gemessen wurden. Dann ging es auch schon weiter mit der nächsten Stufe. Nach jedem Anstieg der Geschwindigkeit musste ich gemäss der sogenannten Borg-Skala (6 keine Anstrengung bis 20 maximale Anstrengung) während des Laufens sagen, wie ich mich fühle. Bei 9 km/Std. war es für meine Verhältnisse zwar anstrengend, aber noch OK. Bei 11 km/Std. kam ich ganz schön ins Schwitzen – so schnell laufe ich sonst nie, warum auch? Bei 13 km/Std. ging es für mich richtig zur Sache. Bei 14 km/Std. bekam ich eine regelrechte Schnappatmung – ich war immer noch motiviert, aber bin an meine maximale Belastungsgrenze gestossen. Ich fühlte mich körperlich erschöpft, verspürte sofort ein Ziehen in den Beinen – hochroter Kopf und triefender Schweiss inklusive. Die Auswertung der Ergebnisse dauerte rund 30 Minuten – Zeit genug, um entspannt zu duschen.

Auswertung
Im anschliessenden Gespräch haben wir die Messresultate von Laktat und Herzfrequenz besprochen. Diese Angaben dienen zur Bestimmung der Ausdauerleistungsfähigkeit, zur Festlegung der Grundlagenausdauer 1 und 2 (GA), zum Entwicklungsbereich und sie sind relevant für ein spezifisches Tempo- oder Intervalltraining sowie für die Regeneration. Für den Entwicklungsbereich sind Tempoläufe sinnvoll, aber damit sollen es Hobbysportler, wie ich es bin, nicht übertreiben. Der Test kostet CHF 250, er war eine Grenzerfahrung für mich. Mein Fazit: Jetzt weiss ich, wo ich stehe, wie ich meine Leistung verbessern kann und in welchen Pulsbereichen ich nicht zu hart trainiere und nicht zu viel Laktat bilde. Mein Trainingsprogramm: Langsam laufen, auch mal länger als immer nur 5 km und gelegentlich Tempoläufe einbauen. Der Mix macht’s wie bei den Profis.

Autor: athenaatw

Als frisch gebackene 40-Jährige steht meine neue Lebensdekade ganz im Zeichen der Gesundheit - stayhealthy24 (hours) lautet meine Devise!

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